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Stempelgummi abzuformen. Die Gummiform imprägnierte ich mit
          Nähmaschinenöl und tropfte dann UHU Schnellfest auf. Zwei Ab-
          güsse gelangen. Die Bemalung mit Acrylfarben sorgt für das rea-
          listische Aussehen des Bronzegusses.
          Das lebensnotwendige Wasserfass mit Auslasshahn und der Le-
          dereimer zum Nachfüllen sind wie beim Original in der Plicht auf
          der Backbordseite untergebracht. Auf der Steuerbordseite lässt sich
          eine Pritsche für müde Segler herunterklappen. Zum Festmachen
          des Bootes gibt es an Deck fest vertäut einen Anker.
          So ausgerüstet ging es zum Fotoshooting in die Berge. Vor der Ku-
          lisse der Leoganger Steinberge lief die Kameralinse heiß. Sonnen-
          schein, blauer Himmel und mäßiger Wind schufen ideale Beding -
          ungen. Meine „Ayrshire Lass“ glänzte unter Vollzeug mit ihren
          hervorragenden Segeleigenschaften. Wie am Schnürchen lief sie
 Boot konstruiert und damals den Bau und die legendäre „Repara-  zuverlässig geradeaus. Willig folgte sie den Ruderbefehlen. Ty-
 tur“ auf seiner Werft am Clyde durchgeführt. Er durfte entspannt  pisch für das ranke „Planck-on-Edge“-Design zeigte sie in den Böen
 in einer Ecke lehnen.  bei viel Krängung ihren türkisfarbene Bauch.
 Als erstes formte ich die Köpfe der Drei. Auf den Bildern im „Clas-  Michael Kennedy prüfte knapp an der Wasserkante die Gefahr für
 sic Boat“ tragen alle zeitgenössische Kleidung im viktorianischen  nasse Füße, während Paul Goss konzentriert an der Pinne saß und
 Stil. Dazu gehört die passende Kopfbedeckung. Drei verschiedene
 Hüte aus Karton und Fimo entstanden. Die Haltung bestimmt Form
 und Ausrichtung der Gliedmaßen aus Styrodur. Im Maßstab 1:12
 sind Hände aus Fimo winzig und zu zerbrechlich. Robuste Finger
 aus massivem Kupferdraht lötetet ich zur Basis der Hand zusam-
 men. Handflächen und Armansätze ergänzte ich aus Fimo. Die Klei -
 der wurden aus einem alten T-Shirt geschneidert. Auf den Bildern
 von Familie Scharbaum sind sogar die Hosen und die Seestiefel der
 Besatzung zu sehen. Die abgebildeten Stiefel fand ich im Internet,
 sie kosten knapp über 300 €. Ich war beeindruckt. Die mussten
 natürlich meine Figuren tragen. Wie heißt es im einem Radiospot
 bei SWR 3: „Man gönnt sich ja sonst nichts!“
 Mit Details wollte ich mein Modell noch mehr Richtung Original
 bringen. Die Namensplakette über der Tür zum Vorschiff ist im
 Maßstab 1:12 nur 8 mm hoch. In Zusammenarbeit mit der Dru-
 ckerei Gabriel entwickelte sich die Idee das Schild in einer Form aus



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